Kinder schnuppern echte Theaterluft


Aufregung, Lampenfieber und höchste Konzentration – am 15.10.2019 bekamen Schülerinnen und Schüler des zweiten Jahrgangs von WEICHENSTELLUNG für Viertklässler in Nordrhein-Westfalen die Möglichkeit, an einer Operninszenierung am Offenbach-Panoptikum an der Volksbühne am Rudolfplatz in Köln teilzunehmen. Das Panoptikum präsentierte seltene Werke von Jacques Offenbach wie „Pepito“ und „Mari a la Port“ in der Bearbeitung des Offenbach-Spezialisten Hilary Griffiths und einer Inszenierung durch den Regisseur Bruno Berger-Gorski. Gemeinsam mit dem bekannten Musiker und Kabarettisten Konrad Beikircher wirkten die Schülerinnen und Schüler zu Beginn des Abends auf der Bühne mit. Veranstalter war das Europäische Musiktheater Köln, gefördert von der Kunststiftung NRW, dem Zentrum für LehrerInnenbildung der Universität zu Köln und dem Jacques Offenbach-Jahr 2019 Köln und Region. Die Harald Hack-Stiftung ermöglichte den Kindern die Teilnahme an dem Projekt.

Zwei Wochen vor der Aufführung lernten die Schülerinnen und Schüler in einer ersten Probe einige Musikerinnen und Musiker und das Stück kennen. Sie spielten erstmals ihren eigenen Auftritt durch, in welchem sie als Zahnärztinnen und -ärzte auftraten. Gemeinsam mit professionellen Sängerinnen und Sängern übten die Kindern ihr Gesangsstück ein.

Einen Tag vor der Aufführung fand die Generalprobe in der Volksbühne am Rudolfplatz statt. Die Kinder erhielten erste Einblicke hinter die Kulissen, lernten das Orchester kennen und probten die erlernte Szene mit Licht und Kostüm. Die Aufregung und Vorfreude auf den Auftritt stiegen. Am Tag der Aufführung bereiteten sich die Kinder unter Begleitung hinter der Bühne auf den Auftritt vor und konnten die Vorbereitungen der Musikerinnen und Musiker hautnah miterleben. Gespannt warteten sie hinter dem Vorhang, um direkt zu Beginn der Vorstellung ihren kurzen, aber aufregenden Auftritt zu absolvieren. Die Kinder kamen mit strahlenden Augen von der Bühne und schauten sich den Rest der Vorstellung zusammen mit ihren Mentorinnen vom Publikum aus an.

Durch die Teilnahme an der Inszenierung lernten die Kinder die unterschiedlichen Schritte einer Opernproduktion können und bekamen einen Einblick in die verschiedenen Professionen im Kulturbetrieb. Die Kooperation zeigt, wie kulturelle Bildung unmittelbar erlebbar wird und stärkt die kulturelle Teilhabe der Schülerinnen und Schüler.


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