Wir hatten ein Haus und eine Heimat

Unsere Kölner Mentee Leen al Scheickh hat ihre Geschichte aufgeschrieben. „Für Leute, die gar nicht wissen, warum Flüchtlinge aus ihrer Heimat geflohen sind.“ Ein sehr persönlicher und bewegender Einblick in das Leben im syrischen Bürgerkrieg, die lange Flucht nach Deutschland, die damit verbundenen Hoffnungen und Träume, aber auch den Verlust der Heimat.

Leen berichtet, wie sie die Schule verlassen musste, weil es dort nicht mehr sicher war und es auch keine Lehrerinnen und Lehrer mehr gab. Wie sie lernte, was genau Chemikalien sind und wie gefährlich diese für Menschen sein können. Wie sie fünf Tage mit ihrer Familie im Keller ausharrte, bis der Raketenbeschuss aufhörte. Wie sie vom Gefängnis hörte und dass Menschen sich eher den Tod wünschten als weiter im Kriegsgebiet leben zu müssen, denn Tod wäre Freiheit. Wie es sie nicht besonders erschütterte als sie hörte, dass ihr Wohnung zerstört worden war – es war ihr klar, dass dies passieren würde. Wie sie mit dem Schlauchboot kenterte und zwei Stunden im kalten Wasser des Mittelmeeres auf Rettung wartete.

„Für mich ist die Zukunft ein ganz langer Weg wie die Sonne, die immer wieder scheint und wieder untergeht. Und wer für die Gegenwart lebt, baut die Zukunft.“

Heute leben Leen mit ihren Eltern und ihrem Zwillingsbruder in Köln und besucht die 10. Klasse der Realschule , begleitet und unterstützt von WEICHENSTELLUNG für Ausbildung und Beruf in Köln.

Leens Geschichte (PDF)


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